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12.07.2006
- → Ausland
Berliner bleibt in Warschauer Knast
Warschau. Der in Warschau am 10. Juni bei der »Parade für sexuelle Gleichberechtigung« festgenommene Berliner René K. (jW berichtete) muß bis zur Eröffnung seines Verfahrens in Untersuchungshaft bleiben. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Warschau lehnte Ende vergangener Woche erneut einen Antrag der Verteidigung ab, den Antifaschisten gegen Kautionszahlung auf freien Fuß zu setzen. Nach Informationen von Martin Seiler, Sprecher der Berliner Solidaritätsgruppe Queer Berlin, ist mit einem Prozeß frühestens Mitte August zu rechnen.
Inzwischen präzisierten die Ermittlungsbehörden den Vorwurf gegen K.: Nach einer Rangelei mit Anhängern der rechtsextremen Partei NOP bei der Abschlußkundgebung der Parade soll er mit Schlagstock und Reizgas mehrere Polizisten angegriffen haben. K. bestreitet, überhaupt in der Nähe der Auseinandersetzung gewesen zu sein. Waffen wurden bei seiner Festnahme nicht gefunden, so Seiler. Queer Berlin sucht nun Zeugen und sammelt weiter Spenden.
(jW)
* Weitere Infos: www.queer-berlin.tk
Inzwischen präzisierten die Ermittlungsbehörden den Vorwurf gegen K.: Nach einer Rangelei mit Anhängern der rechtsextremen Partei NOP bei der Abschlußkundgebung der Parade soll er mit Schlagstock und Reizgas mehrere Polizisten angegriffen haben. K. bestreitet, überhaupt in der Nähe der Auseinandersetzung gewesen zu sein. Waffen wurden bei seiner Festnahme nicht gefunden, so Seiler. Queer Berlin sucht nun Zeugen und sammelt weiter Spenden.
(jW)
* Weitere Infos: www.queer-berlin.tk
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