-
12.07.2006
- → Ausland
Saddam-Prozeß zwei Wochen vertagt
Bagdad. Wegen eines Boykotts der Anwälte von Saddam Hussein ist der Prozeß gegen den irakischen Expräsidenten am Dienstag für zwei Wochen vertagt worden. Der Vorsitzende Richter Rauf Abdel-Rahman drohte, wenn die Anwälte zur Fortsetzung des Verfahrens am 24. Juli nicht erschienen, würden Pflichtverteidiger die Schlußplädoyers für Saddam Hussein und drei Mitangeklagte übernehmen. Die Anwälte sehen nach der Ermordung von Saddam Husseins Anwalt Chamis Al Obeidi im vergangenen Monat ihre Sicherheit als nicht gewährleistet an.
(AP/jW)
(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland