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Klare Mehrheit gegen Kongo-Einsatz - allerdings nicht im Bundestag
Köln.
Mehr als die Hälfte der Bundesbürger bewertet den Einsatz
der Bundeswehr im Kongo skeptisch. Wie der am Donnerstag
veröffentlichte ARD-Deutschlandtrend ergab, halten 59 Prozent
die Stationierung deutscher Soldaten in Kinshasa als Teil einer
EU-Eingreiftruppe für nicht sinnvoll. Lediglich 37 Prozent sehen
das anders. Auch der Deutsche Bundeswehrverband zweifelte die
»Sinnhaftigkeit des risikoreichen Einsatzes« an. »In
einem Land von der Größe Westeuropas mit 6000
Wahllokalen ist die Präsenz von 300 Bundeswehrsoldaten in einer
Acht-Millionen-Stadt kein glaubwürdiger Beitrag zur
Stabilisierung«, sagte Bundesvorsitzender Oberst Bernhard Gertz
gestern. Ungeachtet dessen machten 440 Bundestagsabgeordnete von CDU,
CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen den Weg für den
Kongo-Einsatz frei.
(jW)
(Siehe auch Beitrag »Panther in Kinshasa«)
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