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NPD-Eklat im Dresdner Landtag

Dresden. Der Fraktionsvize der NPD im sächsischen Landtag, Uwe Leichsenring, hat mit Anspielungen auf die Judendeportationen der Nazis für Empörung gesorgt. Landtagspräsident Erich Iltgen (CDU) schloß den NPD-Politiker daraufhin am Donnerstag für drei Tage vom Plenum aus. Es ist das erste Mal, daß der sächsische Landtag zu dieser drakonischen Strafe greift.

In einer Debatte zu den Auseinandersetzungen um einen geplanten Neonaziaufmarsch am 1. Mai in Leipzig hatte Leichsenring vorgeschlagen, »Linksextremisten« mit Sonderzügen nach Karlsruhe zur Bundesanwaltschaft zu transportieren. Auf den Zwischenruf von Linksfraktionchef Peter Porsch, »es gab schon mal Sonderzüge, mit Zügen kennt ihr euch ja aus«, antwortete Leichsenring: »Ja, ja, manchmal wünscht man sie sich wieder, wenn ich manche so sehe.«

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.05.2006, Seite 2, Inland

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