Zum Inhalt der Seite

Girls’ Day statt Ausbildungsplätze

Berlin. Am Donnerstag war Girls’ Day. Der Aktionstag von Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden schafft zwar keinen einzigen betrieblichen Ausbildungsplatz, soll jungen Frauen aber dennoch einen Einblick in die Welt der Männerberufe gewähren. Auf bundesweit rund 7000 Veranstaltungen durften sie sich informieren und »mit Frauen in Führungspositionen ins Gespräch kommen«. Seit dem ersten Girls’ Day im Jahr 2001 haben nach Angaben der Veranstalter mehr als 500000 Mädchen angebotene Schnupper-Praktikumsplätze genutzt. Am beliebtesten seien eintägige Hospitantenplätze bei Polizei, Feuerwehr und im Rettungswesen. Auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt war zufrieden: Für die Unternehmen habe sich der Girls’ Day zu einem wichtigen Instrument des Personalmarketings entwickelt, so Hundt am Donnerstag in Berlin.

(jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.04.2006, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!