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China: Proteste gegen Enteignungen

Peking. Zwei Wochen nach der Ankündigung eines Milliardenprogramms für Chinas ländliche Bevölkerung auf dem Nationalen Volkskongreß der Regierung in Peking haben chinesische Landbewohner erneut ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. In der südöstlichen Provinz Fujian kam es zu Protesten, als der Prozeß gegen einen Kleinbauern begann, der eine Kampagne zur besseren Entschädigung für enteignete Bauern angeführt hatte. Bis zu tausend Bauern hätten sich vor dem Gerichtsgebäude versammelt, um den 46jährigen Angeklagten Huang Weizhong zu unterstützen, sagte dessen Anwalt Lu Guang am Montag. Seinem Mandanten werde das »Versammeln von Menschenmengen zur Störung der öffentlichen Ordnung« vorgeworfen. Die Polizei habe die Bauern jedoch davon abgehalten, dem Prozeß beizuwohnen. Huang drohten nach Einschätzung seines Anwalts bis zu sieben Jahren Haft. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.03.2006, Seite 7, Ausland

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