-
21.03.2006
- → Ausland
Vorwurf der Bedrohung der dänischen Regierung
Kopenhagen. In Dänemark wird der Sprecher einer radikalen islamischen Gruppe beschuldigt, in einem Flugblatt die Regierung bedroht zu haben. Die dänische Staatsanwaltschaft erklärte am Montag, die Flugblätter seien 2004 vom dänischen Zweig der Organisation Hizb ut-Tahrir verteilt worden. Darin seien Muslime aufgefordert worden, in den Irak zu reisen und dort gegen die Besatzungstruppen zu kämpfen. »Eliminiert eure Herrscher, wenn sie euch im Wege stehen«, hieß es weiter. Die Staatsanwaltschaft wertete den Satz als direkte Bedrohung der dänischen Regierung und leitete entsprechende Ermittlungen ein. (AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland