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Air Berlin erwägt Flottenabzug

Berlin. Der Chef der Fluggesellschaft Air Berlin, Joachim Hunold, erwägt, seine Flugzeugflotte wegen des Nachtflugverbots für den Großflughafen Schönefeld nicht mehr in Berlin zu stationieren. Das berichtet die Berliner Morgenpost in ihrer Sonntagausgabe. Derzeit landeten durchschnittlich zehn Air-Berlin-Maschinen zwischen 22 und 23 Uhr in Tegel und eine in Schönefeld. Diese müßten – inklusive der im Tagesverlauf stattfindenden Hinflüge auf diesen Routen – aus dem Flugplan gestrichen werden, wenn ein planmäßiger Verkehr nach 22 Uhr auf dem BBI nicht erlaubt wäre, sagte Hunold dem Blatt. Unter diesen Bedingungen sei Berlin als Flottenstandort nicht mehr rentabel. Das gelte auch für andere Flugesellschaften, betonte der Air-Berlin-Chef. Falls die Nachtflugbeschränkungen blieben, sollten die politisch Verantwortlichen einen Verzicht auf den Großflughafen erwägen und statt dessen die bestehenden Flughäfen Tegl und Schönefeld modular ausbauen, empfahl Hunold.

(ddp/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.03.2006, Seite 9, Inland

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