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Klage gegen Serbien vor UN-Gerichtshof

Den Haag. Fast 13 Jahre nach der Klage Bosnien-Herzegowinas hat vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen (IGH) am Montag der Prozeß über die Rolle Serbiens im Bosnienkrieg begonnen. In dem Verfahren sollen nicht einzelne Täter zur Rechenschaft gezogen werden, sondern »ein Staat, der durch seine Führung und durch seine Organe brutalste Gewalttaten verübt hat«, sagte der bosnische Vertreter Sakib Softic zum Beginn der Anhörung. Im Mittelpunkt des Prozesses in Den Haag stehen die Anschuldigungen Bosniens, daß ranghohe Politiker des zerfallenden Jugoslawiens serbische Gruppen kontrolliert und finanziert hätten, um ihren Einfluß auf das bosnische Gebiet zu erhalten. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.02.2006, Seite 7, Ausland

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