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24.02.2006
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Nigeria: Lage normalisiert sich
Onitsha. Nach der Ermordung Dutzender Moslems durch Christen in der südnigerianischen Stadt Onitsha hat sich die dortige Lage am Donnerstag beruhigt. Mehrere Todesopfer der zweitägigen religiös motivierten Gewalt wurden auf der Straße in Feuern aus Autoreifen und Abfallholz verbrannt, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Ins Leichenschauhaus der Stadt wurden elf Tote eingeliefert, wie ein Mitarbeiter sagte. Wieviele Moslems genau von Christen getötet wurden, war unklar. Ein AFP-Reporter hatte am Mittwoch allein neunzehn Leichen am Rand der Straße nach Asaba gesehen. Ein vor der Gewalt geflohener Journalist hatte von mindestens fünfzehn weiteren Leichen in den Straßen von Onitsha berichtet. Auslöser der Gewalt waren die Mohammed-Karikaturen. (AFP/jW)
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