Zum Inhalt der Seite

Japan: Dieb wollte nicht in den Irak

Tokio. Um einer Verlegung in den Irak zu entgehen, hat sich ein japanischer Unteroffizier absichtlich beim Ladendiebstahl erwischen lassen. Der 38jährige Fallschirmspringer habe eine Handtasche und andere Kleinigkeiten im Wert von rund 80 Euro gestohlen und sei wunschgemäß auf frischer Tat ertappt worden, sagte ein Armeesprecher am Mittwoch. Das Kalkül des Soldaten ging offenbar auf: Den Angaben zufolge wurde er zu 40 Tagen Arrest verdonnert.

Die Nachrichtenagentur Kyodo zitierte den Soldaten mit den Worten: »Ich habe es getan, weil ich nicht in den Irak wollte.« Er habe auf der Reserveliste eines Regiments gestanden, dessen Verlegung in den Irak Ende Januar begonnen habe. Japan hat derzeit etwa 600 Soldaten im Irak stationiert. Es ist der erste Einsatz japanischer Soldaten in einem Kriegsland seit Ende des Zweiten Weltkriegs.


(AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2006, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!