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Zapatero gegen E.on-Übernahme

Madrid. Die spanische Regierung will ihre »goldene Aktie« beim spanischen Stromversorger Endesa nicht für ein Veto gegen die Übernahme durch den deutschen E.on-Konzern nutzen. Er habe nicht vor, diese aktienrechtliche Möglichkeit in Anspruch zu nehmen, sagte der spanische Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero am Mittwoch in Madrid. Zapatero hatte allerdings bereits am Dienstag in einem Gespräch mit E.on-Chef Wulf Bernotat die Vorbehalte seiner Regierung gegen die deutsche Übernahme deutlich gemacht. Nach Presseberichten will die Regierung die Übernahme durch E.on auf jeden Fall verhindern, um den Energiesektor in spanischer Hand zu behalten. Die Regierung hatte zuvor dem spanischen Anbieter Gas Natural die Übernahme von Endesa erlaubt, wodurch ein spanischer Energieriese von europäischem Gewicht entstanden wäre. Dagegen hatte sich Endesa gewehrt. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2006, Seite 9, Ausland

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