-
22.02.2006
- → Ausland
US-Geheimdienstler »stinksauer« auf Bundeskanzleramt
Washington/Berlin. US-Geheimdienstler sehen wegen des Berichtes des Bundeskanzleramtes zur Arbeit deutscher Agenten im Irak-Krieg »dunkle Wolken« bei der Zusammenarbeit mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) heraufziehen. »Wir sind schon stinksauer darüber, daß die Deutschen offenbar Einzelheiten über unser Zusammenwirken in Bagdad an die Öffentlichkeit bringen wollen«, sagte ein hoher CIA-Vertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur ddp in Washington. Der rund 300 Seiten starke Report des Kanzleramtes soll am heutigen Mittwoch dem Parlamentarischen Kontroll-Gremium (PKGr) in Berlin vorgelegt werden. Nach vorliegenden Informationen soll es zwei Fassungen geben: Eine für das PKGr und eine andere für die Öffentlichkeit.
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!