-
08.02.2006
- → Inland
Zündel-Prozeß wird fortgesetzt
Mannheim. Der Prozeß gegen den Neonazi und Holocaust-Leugner Ernst Zündel wird ab kommenden Donnerstag neu aufgerollt. Das Landgericht Mannheim setzte sechs Verhandlungstage an. Die Neuansetzung war notwendig geworden, weil für den 66jährigen neue Pflichtverteidiger bestellt werden mußten. Zündels ursprüngliche Pflichtverteidigerin war von ihrem Mandat entbunden worden, weil sie unter anderem die Zulassung des Neonazi-Anwalts Horst Mahler als ihren Assistenten durchsetzen wollte, gegen den ein vorläufiges Berufsverbot besteht. (AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland