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Klinsmann und der DFB: Kein Rücktritt

Frankfurt/Main. Bundestrainer Jürgen Klinsmann erteilte einer Doppel-Lösung bei der Besetzung des neuen Sportdirektorpostens für die Nationalmannschaft eine klare Absage. Er möchte unbedingt nur eine Person auf dieser Position: den gegenwärtigen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters. Selbstverständlich schloß der 41jährige einen Rücktritt kategorisch aus. Vor der turnusmäßigen Sitzung des 14köpfigen Präsidiums des DFB am Mittwoch in Frankfurt/Main deutet vieles darauf hin, daß Klinsmann und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff für ihren ihrer Meinung nach revolutionären Peters-Plan keine Mehrheit finden werden.


Dafür hat der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger einmal mehr seine angestrebte Doppelspitze mit Peters, mit dem er am Montag ein weiteres Gespräch führte, und Matthias Sammer angepriesen. »Ich werde keine persönlichen Konsequenzen ziehen. Was das Präsidium entscheidet, wird von uns akzeptiert. Wir haben nur ein Vorschlagsrecht«, sagte Klinsmann. Er verdeutlichte jedoch, »daß ich kein Freund dieser Zwischenlösungen bin, ich habe eine andere Denkweise«. Man habe immer Wert drauf gelegt, »daß es nicht um Köpfe, sondern um eine Philosophie im deutschen Fußball geht.« Zwanziger unkt schon: »Es laufen drei Trainerverträge aus. Im worst case stehen wir nach der WM ohne Jürgen Klinsmann, Joachim Löw, Andreas Köpke und neben Michael Skibbe auch noch ohne Uli Stielike und Horst Hrubesch da.« Das wäre doch auch mal ganz schön.

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(sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.02.2006, Seite 16, Sport

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