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Kadima weiter im Aufwind

Jerusalem. Auch nach dem Wahlsieg der Hamas-Bewegung bei der palästinensischen Parlamentswahl befindet sich die neue israelische Partei Kadima weiter im Aufwind. Allerdings ist die Bereitschaft der Israelis zum einseitigen Abzug aus palästinensischen Gebieten zurückgegangen, wie aus einer am Montag in der Zeitung Maariv veröffentlichten Erhebung hervorgeht. Demnach kann die vom inzwischen schwer erkrankten Ministerpräsidenten Ariel Scharon gegründete Partei bei der Parlamentswahl am 28. März mit 42 der 120 Knesset-Mandate rechnen – ein Sitz mehr als in vorherigen Umfragen. Auch der rechte Likud-Block von Benjamin Netanjahu, der für eine noch härtere Linie gegenüber den Palästinensern eintritt, konnte zulegen – und zwar von 13 auf 16 Sitze.

Die linksgerichtete Arbeitspartei von Amir Peretz fiel dagegen von 22 auf 19 Mandate zurück. Lediglich 17,6 Prozent sprachen sich für Verhandlungen mit der Hamas über ein Friedensabkommen aus, worin auch die Devise »Land für Frieden« eine Rolle spielen würde.

(AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.01.2006, Seite 6, Ausland

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