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Schriftverkehr

Monopolkommission: Kritik an Briefportoanhebung

Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Bonn. Die geplante Anhebung des Briefportos stößt bei der Monopolkommission auf Ablehnung, berichtete dpa am Dienstag. Das Porto dürfe nicht so stark steigen, erklärte der Vorsitzende des Beratungsgremiums der Bundesregierung, Tomaso Duso. »Die Bundesnetzagentur erkennt zu viele Kosten der Deutschen Post als sogenannte Lasten an - die Folge ist ein überhöhtes Porto.«

Damit könne die Deutsche Post andere Geschäftsbereiche zum Nachteil des Wettbewerbs mitfinanzieren, moniert der Wirtschaftsprofessor und empfiehlt der Bundesnetzagentur, besagte Lasten strenger zu prüfen. »Es sollte sichergestellt werden, dass Kundinnen und Kunden nur notwendige Lasten tragen.« Die Postversorgung in ländlichen Bereichen würde dadurch nicht gefährdet.

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Die Bundesnetzagentur möchte der Post erlauben, ihr Briefporto um etwa ein Fünftel anzuheben - so stark war die Teuerung noch nie. Nun plant die Post, den Preis für den Versand eines Standardbriefs im Inland zum Jahreswechsel um 20 Cent auf 1,15 Euro zu verteuern. Auch das Porto für die Postkarte, den Kompakt-, Groß- und Maxi-Brief soll deutlich steigen.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) forderte die Bundesregierung auf, die Kritik der Monopolkommission ernst zu nehmen. »Es kann nicht sein, dass Verbraucherinnen und Verbraucher für fragwürdige Kostenpositionen zur Kasse gebeten werden«, sagte die Verbandsvorsitzende Michaela Engelmeier. (dpa/jW)

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Erschienen am 04.11.2026, Inland

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