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KI-Blase

Polizeiliche Ermittlungen in Finnland wegen Rechenzentrums

Foto: Jan Woitas/Deutsche Presse-Agentur
Für ein energiefressendes Rechenzentrum wurde im Norden Finnlands ein riesiges Waldstück illegal gerodet (Tauche, 13.10.2022)
+ Update 18:52 +

Helsinki. Die finnische Polizei hat strafrechtliche Ermittlungen wegen Umweltauswirkungen von Arbeiten für ein Google-Rechenzentrum eingeleitet. Die Ermittlungen betreffen das Unternehmen Tuike, welches den US-Konzern Google in Finnland vertritt, wie die Polizeibehörde der Stadt Oulu im Norden des Landes am Donnerstag mitteilte. Ermittelt werde wegen möglicher Umweltschäden bei Arbeiten in Muhos südöstlich von Oulu.

Nach vorläufigen Informationen habe es »Unklarheiten und Mängel bei der Entwässerung und Wasserwirtschaft auf der Baustelle des Rechenzentrumsprojekts« gegeben, erklärte die Behörde weiter. Demnach beantragte die zuständige Aufsichtsbehörde LVV die Ermittlungen.

Die LVV hatte Anfang Oktober die Bauarbeiten für zwei Rechenzentren von Google gestoppt. Neben dem Standort Muhos soll auch in Kajaani eine Umweltverträglichkeitsprüfung der dort geplanten Anlage abgewartet werden. Tuike steht im Verdacht, an den beiden Standorten ohne die vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung hunderte Hektar Wald gerodet zu haben.

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Antti Jarvinen, Finnland-Chef von Google, entschuldigte sich in den lokalen Medien für die Rodungen. Das Unternehmen sei davon ausgegangen, dass die Kahlschläge den gesetzlichen Bestimmungen entsprächen, sagte er. Die Polizei geht nun von »langwierigen Ermittlungen« aus, die voraussichtlich 2027 abgeschlossen würden.

Google hatte im September Investitionen in Höhe von 13 Milliarden Euro an vier Standorten in Finnland angekündigt – die bislang größte Einzelinvestition für neue Rechenzentren des Konzerns in Europa. Neue Rechenkapazitäten gelten als wichtige Ressource für Cloud- und KI-Anwendungen. Zugleich sorgen der immense Stromverbrauch der Anlagen und mitunter auch der Wasserverbrauch immer wieder für Debatten über die Umweltauswirkungen. (AFP/jW)

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Erschienen am 30.10.2026, Kapital & Arbeit

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