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Staatstrauer in Polen nach Anschlag in Kraków

Kraków. In Polen hat am Sonntag nach dem Anschlag in Kraków, bei dem sechs Menschen ums Leben gekommen waren, eine zweitägige Staatstrauer begonnen. Die Tat war nach Einschätzung der Behörden mutmaßlich ultrarechts motiviert, Premierminister Donald Tusk sprach von »Terrorismus«. Ein 24jähriger hatte am Samstag auf dem Marktplatz der südpolnischen Stadt das Feuer eröffnet. Dabei ‌gab es auch 17 Verletzte, darunter der Angreifer und zwei Polizisten. Der Verdächtige ‌liegt in kritischem Zustand im Krankenhaus. In Ostrowiec Świętokrzyski, dem Heimatort des Mannes, fand die Polizei am Samstag abend zudem die Leichen seiner ‌Eltern im Alter von 53 und 52 Jahren sowie seiner 21jährigen Schwester. In Kraków blieben der Marktplatz ​und die umliegenden Straßen am Sonntag weitgehend gesperrt. Trauernde stellten an mehreren Orten Kerzen auf, die Flaggen am Rathaus wehten auf Halbmast. Im Oktober hatte eine Serie von Messerangriffen an Schulen, die von den Behörden ​mit extremistischen Onlineinhalten in Verbindung gebracht wurden, für Beunruhigung gesorgt. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2026, Seite 6, Ausland

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