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Nachschlag: Munition

→ Matrix Revolutions. Sa., 22.55 Uhr, RTL

Foto: Warner Bros Ent./Ronald Grant/mary Evans Archive/imago
Zieht schneller als sein digitaler Zwilling: Neo gegen Deus ex Machina

Anders als lange Zeit vermutet, ist der Philosoph der Matrix doch nicht Plato mit seinen Operationen, das Trugbild von dem wahren Abbild zu unterscheiden, auch nicht Pascal mit seiner Wette, die alles auf die Entscheidung für den Glauben setzt, und erst recht nicht der Apostel Paulus, der zur Zeitenwende ausrief, die Liebe sei das Gesetz. Die »Matrix Revolutions« haben selbst die Simulacra und die Religionsstiftung auf den Schrott geworfen. Die Philosophen der Matrix sind der Depp und der Munitionslieferant. Rudolf Steiner mit seiner Geisteskraft in Gestalt von Strahlen und Ernst Jünger mit seiner organischen Konstruktion, für die einst die Gestalt des Arbeiters in der Munitionsfabrik Modell gestanden hatte. Helden der Matrix wiederum sind all die jungen Soldaten, die im Sperrfeuer der Maschinen für den Munitionsnachschub sorgen, damit aus all der in Insekten- oder Calamaresgestalt heranstürmenden Maschinerie viel teurer, träger Schrott produziert werden kann. Der zentrale Dialog dieses Films: »Was würdest du an meiner Stelle tun?« – »Munition herstellen.« (aha)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2026, Seite 14, Feuilleton

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