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Umweltschutz

Google fällt für Rechenzentrum in Finnland illegal Bäume

Foto: Jan Woitas/dpa
Statt Wald und Bäumen: Serverschränke in einem Rechenzentrum in Sachsen (Taucha, 13.10.2022)

Helsinki. In Finnland wächst die Empörung über den US-amerikanischen Google-Konzern. Der möchte im Norden des Landes bei der Stadt Muhos ein neues Rechenzentrum errichten. Dabei hat er allerdings auf einem 330 Hektar großen Waldstück »schätzungsweise eine Viertelmillion Bäume« gerodet, wie der Londoner Guardian am Donnerstag berichtete. Bereits Anfang des Monats habe die finnische Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde (LVV) Google daher angewiesen, die Arbeiten in Muhos sowie an einem weiteren Standort etwa 100 Kilometer südöstlich im Dorf Otanmäki vorübergehend einzustellen. Schließlich habe das Unternehmen vor der großflächigen Rodung keine Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt.

Die Nachricht habe in Finnland eine landesweite Debatte darüber ausgelöst, welche Rolle das Land – falls überhaupt – bei dem weltweiten Wettlauf um den Bau von Rechenzentren spielen sollte, die für die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) benötigt werden. Der Aufbau von Rechenzentren, bei dem Finnland bisher im weltweiten Vergleich ganz vorn mitspielen möchte, dürfte zu einem zentralen Wahlkampfthema werden, wenn die Finnen im April an die Urnen gehen, schließt der Guardian. (jW)

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Erschienen am 23.10.2026, Kapital & Arbeit

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