Zum Inhalt der Seite

Berliner Linke reagiert auf Spiegel-Bericht

Berlin. Berlins Linke-Chef Maximilian Schirmer hat Elif Eralp in Schutz genommen. »Wer sich um sich oder um seine Familie sorgt, muss sich dafür nicht schämen«, sagte er am Donnerstag im Abgeordnetenhaus vor Journalisten. Eralp, die Regierende Bürgermeisterin werden möchte, sieht einem Spiegel-Bericht zufolge die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr, wenn sie sich explizit zu dem Palästina-Aktivisten Ibrahim Ibrahim äußert. Das gehe aus internen Anmerkungen zu einem Interview hervor, das das Magazin mit ihr geführt hat. Das Dokument wurde demnach versehentlich samt der Kommentare von Eralps Büro an den Spiegel geschickt. Laut Politico will Die Linke wegen der Veröffentlichung Beschwerde beim Deutschen Presserat einlegen.

Eralp sagte, dass man sich Sorgen um seine Familie mache, sei normal. Sie werde mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen organisierte Kriminalität und gegen Gewalt vorgehen. Zuvor hatten vor allem Unionspolitiker Eralp kritisiert. Gegenüber Welt erklärte auch der SPD-Landeschef Steffen Krach: »Weder Clanbosse noch ein Ibrahim Ibrahim dürfen in Berlin was zu sagen haben.« Derweil ist die Linke-Politikerin Hendrikje Klein zur neuen Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses gewählt worden. Bei der konstituierenden Sitzung stimmten 98 von 149 anwesenden Abgeordneten für die 46jährige. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2026, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen