Gute Gedichte
Der erstmals vergebene Deutsch-Österreichische Lyrikpreis geht an die Deutsche Esther Kinsky und an die Österreicherin Ann Cotten. Das teilten der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels am Dienstag in Wien und der deutsche Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in Berlin mit. Kinsky wird für ihren Gedichtband »Heim.Statt« geehrt, Cotten für »Poller. Idyllen«. Beide erhalten jeweils 15.000 Euro. Die Jury lobt Kinsky dafür, wie sie sich in sieben mehrstimmigen Langgedichten mit »Entwurzelung, Randständigkeit und Sprachverlust« beschäftige. Cotten wiederum verbinde »literarische Traditionen mit Witz, sprachlicher Experimentierfreude und einem Blick auf die Gegenwart«.
Der Preis wurde anlässlich des 100. Geburtstages der Lyrikerin Ingeborg Bachmann (1926–1973) vom Beauftragten der deutschen Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich gestiftet. Er soll den Austausch zwischen beiden Ländern stärken. Die Verleihung findet am 25. November 2026 beim Eröffnungsakt der Literaturmesse »Buch Wien« statt. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
