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07.10.2026, 18:29:34
- → Kapital & Arbeit
Shell und Co.: Raffineriemargen auf Rekordhoch
London. Der britische Energiekonzern Shell hat außerordentliche Raffineriemargen bilanziert. Die Differenz zwischen dem Preis für Rohöl und den daraus in den Raffinerien gewonnenen Kraftstoffen wuchs im dritten Quartal um 75 Prozent zum Vorquartal, wie Shell am Mittwoch mitteilte. Die Spanne stieg demnach auf 42 Dollar je Barrel (159 Liter); im zweiten Quartal hatte die Marge noch 24 Dollar betragen. Der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge übertrifft die bilanzierte Marge Shells bisherigen Rekord, der im Jahr 2022 nach Beginn des Ukraine-Kriegs verzeichnet worden war. Getrieben wird der derzeitige Anstieg vom Krieg der USA und Israels gegen Iran. Zuletzt stiegen die Rohölexporte aus dem Nahen Osten wieder, doch Herstellung und Transport von Raffinerieprodukten sind dort weiterhin kompliziert. Auch ukrainische Drohnenangriffe auf Russlands Energieinfrastruktur wirken sich nachteilig auf das verfügbare Angebot von Raffinerieerzeugnissen wie Benzin und Diesel aus. Und so verzeichnen Shell und andere große Ölkonzerne derzeit eine »beispiellose Ausweitung« der Spanne zwischen Rohölpreis und Raffinerieprodukten, erklärte die Forschungsdirektorin bei der Handelsgruppe XTB, Kathleen Brooks. »Sollten die Öllieferungen aus dem Nahen Osten erneut gestört werden oder sollte es zu weiteren Angriffen auf Raffinerien oder zu weiteren Raffinerieschließungen kommen, könnten die Raffineriemargen noch weiter steigen.« (AFP/jW)
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