Ridikül
Unter den Schlapphüten deutscher Geheimpolizisten
Wirbelt und gärt es, die Grenze zum Rechtsbruch ist fließend.
In der Tragödie die kommt braucht es fesche Statisten
Brennt man doch leicht sich die Finger den Kaffee eingießend
*
Für den Abteilungsbevollmächtigten der sich immer
Wieder Szenarios durchspielt und öffentlich groß macht
An einem Feind, der wird habhaft im schalltoten Zimmer
Bei der Behörde die niemals so über sich selbst lacht
*
Semiotiktools werden mit Angelschein extrapoliert
Frech in die Grammatik zu greifen besonderen Zutuns
Ist an sich nicht Gäbe im Deutschen das leider dann einfriert
So weit ist es aber noch nicht, die Behörde sei mit uns.
*
Kassandra und Pythia warn Namen von Arbeitsbereichen
Im Herzen der Stasi und wurden dort oft übermalt
Trojanische Pferde im Keller und dachwärts ein Zeichen
Der trojanische Pegasus sucht immer einen der zahlt.
*
Die V-Mann:Innen im Einsatz zertrampeln den Weg
Schon die GESTAPO erlahmte an diesem Problem
Es schlittert sich aus in die Gegenwart ohne Beleg
Im Trubel der Fastnacht fragt keiner wer tanzt hier mit wem.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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