Zum Inhalt der Seite
Innenpolitik

Ferat Koçak gibt Sitz im Innenausschuss des Bundestages auf

Foto: Michael Kappeler/dpa
Will sich weiter politisch engagieren, wenn auch nicht mehr im Innenausschuss. Ferat Koçak (Die Linke) im Bundestag (16.10.2025)

Berlin. Der Berliner Linke-Abgeordnete Ferat Koçak gibt nach Kritik an zu viel Nähe zu mutmaßlichen Angehörigen krimineller Clanstrukturen seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags ganz auf. »Ich möchte nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen und ihre wichtige parlamentarische Arbeit durch Angriffe auf meine Person zusätzlich belastet werden«, schrieb Koçak auf X. Er hatte seine Ausschusstätigkeit wegen der Vorwürfe zuvor bereits ruhen lassen.

Seit der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wurde Koçak – im Rahmen einer breiten medialen und politischen Kampagne gegen die Partei Die Linke (vgl. junge Welt vom 24.9.2026) – unter Druck gesetzt. In seiner Erklärung in neun Posts auf X räumt er Fehler ein, verwahrt sich aber gegen die Vorwürfe: »Ich bin weder kriminell noch unterstütze ich organisierte Kriminalität.« Er sei beim Kontakt mit der Familie Remmo naiv gewesen und von der Situation überfordert, schreibt Koçak. Zugleich kündigte er an, sich weiter für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 01.10.2026, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen