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25.09.2026, 18:26:01
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US-Notenbank will Aufsichtsregeln für Banken aufweichen
New York/Washington. Die US-Notenbank Fed arbeitet Insidern zufolge an einer Lockerung der Regulierungsvorgaben für große Geldhäuser. Die Währungshüter planten, die Schwellenwerte für die Bilanzsumme anzuheben, ab denen strengere Vorgaben griffen, sagten vier mit dem Vorhaben vertraute Personen am Freitag gegenüber Reuters. Damit könnten einige Institute teure Zusatzauflagen vermeiden. Drei der Insider erwarteten demnach, dass die Fed noch in diesem Jahr vorschlagen werde, die Grenzwerte an die Inflation und das Wirtschaftswachstum anzupassen. Diskutiert werde, die oberste Schwelle von derzeit 700 Milliarden Dollar auf rund eine Billion Dollar und die unterste von 100 auf etwa 150 Milliarden Dollar heraufzusetzen. Von den Plänen dürften unter anderem U.S. Bancorp, Capital One, PNC Financial und Truist profitieren, die sich derzeit der 700-Milliarden-Dollar-Marke nähern. Die Fed nahm dazu nicht Stellung.
Das Vorhaben ist Teil umfassender Bemühungen der Regierung von Präsident Donald Trump, die Bankenaufsicht zu reformieren. Regierungsvertretern zufolge bremsen die aktuellen Regeln die Kreditvergabe und damit die Wirtschaft. Kritiker sind der Ansicht, dass die Änderungen in ihrer Gesamtheit das Finanzsystem schwächen und Risiken vergrößern werden. Die Geldhäuser argumentieren, die 2019 festgelegten Schwellenwerte seien willkürlich und hielten nicht mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt. Das Überschreiten der 100-Milliarden-US-Dollar-Marke erfordere in der Regel hohe Investitionen in Risikomanagement und Meldewesen, die sich auf zweistellige Millionenbeträge pro Jahr belaufen könnten. Die Aufsichtsschwellen wurden ursprünglich nach der Finanzkrise mit dem Dodd-Frank-Gesetz von 2010 eingeführt und 2018 vom US-Kongress aufgeweicht. (Reuters/jW)
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