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Reproduktionsrechte

Weltweit Aktionen zum »Safe Abortion Day«

Berlin. Die Forderung ist überall die gleiche: sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche. Für den kommenden Montag wird weltweit zu Aktionen und Veranstaltungen aufgerufen, bei denen am »Safe Abortion Day« ein Ende der Kriminalisierung und Gefährdung ungewollt Schwangerer gefordert wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft 45 Prozent der durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche als unsicher bis tödlich für die Frau ein. Darüber hinaus führen sie zu körperlichen und psychischen Komplikationen sowie zu sozialen und finanziellen Belastungen für Frauen, Gemeinschaften und Gesundheitssysteme.

In der BRD können Abbrüche mit rechtlichen Hürden zwar sicher vorgenommen werden, der Vorgang wird aber nach wie vor in Paragraph 218 StGB, also im Strafrecht, geregelt und bleibt lediglich straffrei. Das kritisiert auch die Gewerkschaft Verdi in ihrem diesjährigen Aufruf zum Aktionstag. Sie fordert dessen Abschaffung, ebenso wie die von Paragraph 219 StGB, der die Beratungspflicht zum Inhalt hat und beabsichtigt, »die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen«. Darüber hinaus kämpft die Gewerkschaft für eine wohnortnahe medizinische Versorgung sowie die Aufnahme von Schwangerschaftsabbrüchen in die gynäkologische Ausbildung.

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Ursprünglich geht die »Campaña 28 de Septiembre por la Despenalización del Aborto« (Kampagne vom 28. September für die Entkriminalisierung der Abtreibung) auf Aktivistinnen in Lateinamerika und der Karibik zurück. Das Datum – der 28. September – wurde zum Gedenken an die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien gewählt und gilt heute als Tag des »freien Mutterleibs«, an dem ein sicheres und legales Recht auf Schwangerschaftsabbruch für alle Frauen gefordert wird. (jW)

→ www.september28.org

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2026, Seite 15, Feminismus

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