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07.09.2026, 19:06:11
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London lehnt jamaikanische Forderung nach Entschädigungen für Sklaverei ab
London. Die britische Regierung hat eine Forderung aus Jamaika nach Entschädigungszahlungen für die Rolle Großbritanniens beim Sklavenhandel und in der Sklavenwirtschaft abgelehnt. »Unsere Haltung zu Reparationszahlungen ist klar: Großbritannien leistet keine Reparationszahlungen und wird dies auch in Zukunft nicht tun«, sagte ein Sprecher des Büros von Premierminister Andy Burnham am Montag. »Der transatlantische Sklavenhandel war abscheulich und natürlich ist es richtig, dass wir das Unrecht der Vergangenheit anerkennen, aber wir werden weiterhin nach vorn blicken und mit anderen Ländern an unseren aktuellen gemeinsamen Herausforderungen arbeiten«, fuhr der Sprecher fort. Jamaikas Kulturministerium hatte zuvor erklärt, das Land werde bei dem Besuch einer Delegation um Kulturministerin Olivia Grange in Großbritannien eine an König Charles III. adressierte Petition übergeben. Damit sollten »Jamaikas Bemühungen um Entschädigungen für die afrikanischen Vorfahren« vorangetrieben werden, »die unter jahrhundertelanger Versklavung gelitten haben«.
Während der britischen Kolonialherrschaft waren hunderttausende versklavte Afrikaner nach Jamaika gebracht und dort brutal auf riesigen Plantagen ausgebeutet worden. Das britische Königshaus hat Bedauern über den brutalen Sklavenhandel geäußert, eine offizielle Entschuldigung oder Entschädigungen aber abgelehnt.
Jamaikas Kulturministerin Grange will sich zudem mit Vertretern des British Museum treffen. Dabei soll es um die Rückgabe von Artefakten aus der Kolonialzeit gehen. König Charles III., der auch Staatsoberhaupt von Jamaika ist, und Königin Camilla werden im Laufe des Jahres im Rahmen einer neuntägigen Auslandsreise die Karibik besuchen - allerdings nicht Jamaika. (AFP/jW)
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