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Apptracking

Apple mit Milliardenklage in Großbritannien konfrontiert

Foto: AP Photo/Matthias Schrader

London. Der US-Technologiekonzern Apple sieht sich wegen seiner Regeln ⁠zum Apptracking in Großbritannien einer Klage ⁠über zwei Milliarden Pfund (rund 2,3 Milliarden Euro) ausgesetzt. Diese wurde im Namen von App-Entwicklern am Donnerstag beim ‌zuständigen Wettbewerbsgericht in London eingereicht. Sie ist das Ergebnis jahrelanger behördlicher Prüfungen ‌der 2021 von Apple eingeführten »App Tracking Transparency«-Funktion. Mithilfe dieser Funktion können Apple-Nutzer entscheiden, welche Aktivitäten eine ⁠Drittanbieterapp oder -Internetseite nachverfolgen darf. Nach ‌Ansicht der Anwälte der Klägerseite sieht die Funktion für Appentwickler von Drittanbietern ​jedoch strengere Anforderungen vor als für Apples eigene Dienste. Ann Pope, eine ehemalige hochrangige Beamtin der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde, die die ‌Klage führt, sagte, Apples Vorgehensweise habe »Unternehmen, die auf Apple als Gatekeeper angewiesen ‌sind, erheblichen Schaden ‌zugefügt«.

Die App-Tracking-Funktion ⁠steht ⁠seit Jahren im Fokus von Wettbewerbsbehörden. Erst Mitte August hatte Apple im ⁠Streit mit dem Bundeskartellamt interne Regeln ‌geändert, nach denen Appanbieter auf iPhones und iPads Nutzerdaten ⁠für personalisierte Werbung verwenden können. Mit den verbindlichen Zusagen des US-Techriesen würden die Abfragefenster für eigene Angebote und für Apps anderer Anbieter deutlich stärker angeglichen, hatte die Bonner Behörde mitgeteilt. ‌Dieses Verfahren gegen Apple sei damit abgeschlossen. Das Bundeskartellamt hatte Anfang 2025 das App Tracking Transparency Framework (ATTF) scharf kritisiert. Bestimmte Anforderungen ​gälten nur für Drittanbieter von Apps und ⁠nicht für Apple selbst. (Reuters/jW)

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Erschienen am 04.09.2026, Kapital & Arbeit

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