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Zwangsverwaltung

Putin ermächtigt Staat zur Übernahme schlecht geschützter Infrastruktur

Foto: Uncredited/AP/dpa
Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Lagerhäuser des russischen Online-Händlers Wildberries in St. Petersburg (24.7.2026)

Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin hat die ⁠Behörden per Dekret ermächtigt, die Kontrolle ⁠über unzureichend geschützte kritische Infrastrukturen zu übernehmen. Damit reagiert Putin auf die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe etwa auf Ölraffinerien ‌und Logistikzentren. Die Regelung erlaubt es, Vermögenswerte sowie Eigentumsrechte unter vorübergehende ‌staatliche Zwangsverwaltung zu stellen, wenn die Betreiber ihre Schutzpflichten verletzen oder Schäden nach Angriffen zu ⁠langsam beheben, hieß es ‌in dem am Montag veröffentlichten Erlass. Betroffen sind unter anderem Einrichtungen aus ​den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr, Logistik und Kommunikation, die für die Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität des Landes von zentraler Bedeutung sind. Die ‌Ukraine hat zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und Logistikzentren verstärkt. Unter ‌anderem wurden ‌seit dem ⁠18. ⁠Juli mindestens 24 Lagerhallen des Online-Händlers Wildberries attackiert, wodurch erhebliche Kapazitäten ausfielen. Am ⁠Montag teilte zudem der zweitgrößte russische ‌Online-Händler Ozon mit, dass vier seiner Logistikzentren im Süden ⁠Russlands Ziel ukrainischer Angriffe geworden seien. Putin hatte die Regierung in der vergangenen Woche angewiesen, ein Wiederaufbauprogramm für beschädigte Gewerbe- und Lagerhallen aufzulegen. Vor allem die Attacken auf Raffinerien ‌werden in Russland zunehmend zu einem Problem. Ein Mangel an Benzin und Diesel sorgt in der Bevölkerung für ​Unmut. (Reuters/jW)

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Erschienen am 25.08.2026, Ausland

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