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Arsch mit Ohren
Chicago. In der heftigen Debatte um trans Athletinnen werden die ehemaligen NBA-Spieler Enes Kanter Freedom und Royce White nicht für die Talentauswahl der nordamerikanischen Frauenbasketballiga WNBA zugelassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf eine mit der Entscheidung vertraute Person. Freedom und White hatten zuletzt ihre Absicht bekundet, am sogenannten Draft teilzunehmen. Zuvor war bereits diskutiert worden, ob transgender Frauen – Menschen, denen bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde und die eine Geschlechtsangleichung vornehmen, um ihrer Geschlechtsidentität gerecht zu werden – an der Liga teilnehmen dürfen sollten. Kanter Freedom hatte jüngst verkündet: »Wenn eine einfache Selbsterklärung bereits ausreicht, dann erfülle ich jede einzelne Voraussetzung, um in der WNBA anzutreten.« Die deutsche Nationalspielerin Luisa Geiselsöder sagte der dpa dazu: »Diese Aussagen finde ich, um ehrlich zu sein, sehr geschmacklos. Es ist respektlos gegenüber transgender Personen.« Die 26jährige erklärte: »Der Respekt muss immer da sein. Das ist das Wichtigste, was wir gegenüber anderen haben können. Das jetzt ins Lächerliche zu ziehen, was ein sehr ernstes und emotionales Thema für viele Menschen ist, finde ich nicht okay.« Kanter Freedom sorgte am Sonntag erneut für Wirbel. Beim Spiel von Indiana Fever gegen Chicago Sky war er als Zuschauer der Halle verwiesen worden. Der 34jährige war zuvor mit Chicago-Spielerin Natasha Cloud aneinandergeraten. Er saß nah am Spielfeld und trug ein in der Debatte provozierendes T-Shirt mit der Aufschrift: »Woman. Noun. Adult human female« (Frau. Substantiv. Erwachsener weiblicher Mensch). (dpa/jW)
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