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Drohkulisse

Auswärtiges Amt bittet Chinas Botschafter zu »dringlichem Gespräch«

Foto: Peter Kneffel/dpa
Glücklichere Tage: Deng Hongbo zu Besuch bei einem deutschen Provinzfürsten (München, 21.1.2026)

Berlin. Der chinesische Botschafter in der Bundesrepublik Deng Hongbo ist zu einem »dringlichen Gespräch« ins Auswärtige Amt ⁠gebeten worden. Anlass für die diplomatische ⁠Maßnahme am Donnerstag seien Berichte gewesen, laut denen angeblich russische Soldaten in China durch die Volksbefreiungsarmee ausgebildet würden. »Das ist sehr besorgniserregend, denn grundsätzlich ‌gilt das, was wir schon häufig klar gesagt haben: Russland ist die größte Bedrohung ‌unserer euro-atlantischen Sicherheit«, verlautete am Freitag aus dem Außenministerium auf Anfrage.

»Chinas entscheidende und wachsende Unterstützung für Russlands brutalen Angriffskrieg betrifft daher ​direkt unsere Sicherheit«, hieß es weiter. Man habe der chinesischen Seite erneut sehr deutlich gemacht, wie groß die Sorge sei, dass China Russland dabei unterstütze. Die ‌Bitte um ein »dringliches Gespräch« ist nicht so schwerwiegen wie die »Einbestellung« eines Botschafters, die eine ‌schärfere diplomatische Eskalationsstufe ‌bedeutet.

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Die Bundesregierung und ⁠die ⁠EU, die die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützen, werfen China seit Jahren vor, Russland im Krieg gegen die Ukraine zu unterstützen. ⁠Die Regierung in Beijing hat dies stets zurückgewiesen. ‌Die EU hat chinesische Personen und Unternehmen sanktioniert, die Russland aus Sicht der EU im Krieg unterstützen. Insgesamt sind bereits mehr als 100 Personen und Unternehmen aus China ‌im Rahmen der EU-Russland-Sanktionen gelistet. (Reuters/jW)

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Erschienen am 04.07.2026, Inland

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