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26.06.2026, 18:10:25
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Trumps Ex-Berater Bolton bekennt sich in Dokumentenaffäre schuldig
Washington. Der frühere Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hat sich in einem Verfahren um einbehaltene Regierungsdokumente schuldig bekannt. Der 77jährige gestand am Freitag vor einem US-Bundesgericht im Bundesstaat Maryland den unrechtmäßigen Umgang mit vertraulichen Regierungsdokumenten ein, wie die Washington Post und andere Medien berichteten. Zugleich willigte er in die Zahlung einer hohen Geldbuße ein und entging so einer drohenden mehrjährigen Haftstrafe.
Das US-Justizministerium hatte Bolton im Oktober in 18 Punkten angeklagt. Bolton bekannte sich nun in einem der Anklagepunkte schuldig: dem Zurückhalten geheimer Regierungsinformationen. Bolton willigte demnach zudem in die Zahlung von 2,25 Millionen Dollar (fast zwei Millionen Euro) ein. Die Anklage hatte bis zu fünf Jahre Haft für Bolton gefordert. Mit dem Schuldeingeständnis und der Geldbuße entgeht er nun dem Gefängnis.
Bolton war während Trumps erster Amtszeit ab April 2018 Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus. Trump feuerte ihn nach weniger als anderthalb Jahren wegen starker Meinungsverschiedenheiten. Bolton vertrat damals unter anderem gegenüber dem Iran und Nordkorea eine deutlich aggressivere Linie als der US-Präsident. Bolton gilt bei Kritikern als eingefleischter Vertreter der »Neocons« und Befürworter von Regime-Change-Kriegen.
Im Juni 2020 veröffentlichte Bolton dann ein Buch über seine 17 Monate als Nationaler Sicherheitsberater, in dem er Trump attackierte und ihm vorwarf, für das Präsidentenamt »untauglich« zu sein. Nach der Rückkehr des Immobilienmoguls ins Weiße Haus gab er wiederholt Interviews, in denen er Trumps Kurs scharf kritisierte, etwa seine angebliche Annäherung an Russland und einen angeblichen Rückzug der USA aus der NATO. (AFP/jW)
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