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Vereinigte Staaten

UNO alarmiert über 18 Tote im Gewahrsam der US-Behörde ICE

Foto: Adam Gray/AP/dpa
Polizisten bei einer Demonstration vor einer Abschiebehaftanstalt (Newark, 31.5.2026)

Genf. Die Vereinten Nationen zeigen sich angesichts der Zahl der Todesfälle im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde ICE alarmiert. Er fordere »unverzügliche, unabhängige, unparteiische und wirksame Untersuchungen zu allen Todesfällen in ICE-Gewahrsam«, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, am Freitag. Verantwortliche müssten zur Rechenschaft gezogen werden. In den ersten fünf Monaten des Jahres seien 18 Menschen im Gewahrsam der Behörde gestorben, bezog sich Türk auf offizielle Zahlen der US-Behörde. Im Vorjahr seien es insgesamt 33 gewesen, 2024 seien 11 Menschen gestorben. Türk kritisierte den Mangel an Transparenz zu den jeweiligen Umständen.

Die Todesfälle ereigneten sich vor dem Hintergrund einer drastischen Ausweitung des US-amerikanischen Systems der Einwanderungshaft, hieß es. Aktuellen offiziellen Daten zufolge halte ICE derzeit über 60.000 Personen fest, verglichen mit rund 40.000 Anfang 2025. Es gebe Pläne, die Haftkapazitäten bis Ende 2026 auf bis zu 90.000 Plätze zu erhöhen, so das UN-Menschenrechtsbüro OHCHR.

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Der UN-Hochkommissar äußerte sich zudem besorgt über Berichte über den Einsatz von Einzelhaft, deren Anwendung bei längerer Dauer einer grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung gleichkommen könne. »All diese Faktoren verschärfen die Schutzbedürftigkeit und geben Anlass zu ernsthaften Bedenken, ob einige dieser Todesfälle in ICE-Gewahrsam hätten verhindert werden können«, sagte Türk.

Die umstrittene Migrationsbehörde ICE steht seit Monaten im Fokus. US-Präsident Donald Trump verfolgt in seiner zweiten Amtszeit eine brutale Abschiebepolitik. Dazu gehören auch Razzien von teils maskierten ICE-Beamten gegen vermeintliche Migranten. (dpa/jW)

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Erschienen am 27.06.2026, Ausland

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