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Ecuador

Mutmaßlicher Drogenboss auf Flughafen in Ecuador erschossen

Foto: Cesar Munoz/Reuters
Guayaquil, 17.6.2026
+ Update 19:07 +

Guayaquil. Minderjährige Killer haben auf dem Flughafen der ecuadorianischen Millionenmetropole Guayaquil am Mittwoch einen mutmaßlichen Drogenboss erschossen. Sie warteten vor der Tür der Ankunftshalle für internationale Flüge mit einem Blumenstrauß und einem Plüschtier, wie auf einem vom Fernsehsender Ecuavisa veröffentlichten Überwachungsvideo zu sehen ist. Als ihr Opfer das Flughafengebäude verließ, zogen sie ihre Waffen und feuerten aus nächster Nähe auf den Mann. Die Schützen wurden nach der Tat festgenommen.

Bei dem Getöteten handelt es sich nach Angaben des Innenministeriums um den Anführer der Bande Los Águilas im Kanton El Triunfo. Die Gruppe ist der bewaffnete Arm von Los Choneros, einer der mächtigsten Gangs des Landes. Gegen Carlos Alberto Suástegui Villanueva wurde unter anderem wegen Mordes, Bildung einer kriminellen Vereinigung und unerlaubtem Waffenbesitz ermittelt.

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Ecuador steckt in einer Sicherheitskrise, seit die Macht in Quito von rechten US-freundlichen Neoliberalen übernommen wurde. Die Mordrate stieg nach Angaben der Beobachtungsstelle für organisiertes Verbrechen im vergangenen Jahr auf 50,1 Tötungsdelikte je 100.000 Einwohner – der höchste Wert in Südamerika. Mehrere Gangs kämpfen um die Kontrolle des lukrativen Drogengeschäfts, das früher eine Nebenrolle in dem lateinamerikanischen Land spielte. (dpa/jW)

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Erschienen am 19.06.2026, Ausland

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