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18.06.2026, 13:16:33
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Belfast: Pogrome, Rassismus und die Krise des Kapitalismus
Es sind schockierende Szenen, die sich vor über einer Woche in Belfast abgespielt haben. Nachdem ein aus dem Sudan stammender Mann wegen eines Messerangriffs verhaftet worden war, bei dem eine Person lebensgefährlich verletzt wurde, nutzten rechte Gruppen den Fall für ihre Zwecke. Sie instrumentalisierten die Tat, um rassistische Proteste und Ausschreitungen auf die Straßen zu bringen.
Hunderte Menschen zogen vor allem in Belfast durch die Straßen und setzten Häuser in Brand, in denen sie Migrantinnen und Migranten vermuteten. Entsprechende Listen mit Wohnadressen kursierten im Vorfeld. Die Menge skandierte Parolen wie: »Ausländer raus« und »tötet alle Moslems!« Allein in Belfast wurden mindestens 62 Brandstiftungen verzeichnet. Durch die Zerstörung ihrer Wohnungen wurden mehrere Dutzend Menschen obdachlos.
Pogrome wie jene in Nordirland sind heute Teil der europäischen Normalität. Und je tiefer die Krise des Kapitalismus im Westen wird, desto barbarischer und kriegerischer gestaltet sich nicht nur seine Außenpolitik; auch die gesellschaftlichen Verhältnisse im Inneren verrohen zunehmend. Die Zukunft des kapitalistischen Europa bedeutet Verarmung, Krieg und rassistischer Wahn. Die Rauchsäulen über Belfast sind eine eindringliche Mahnung an die ungebrochene Aktualität der Parole: »Sozialismus oder Barbarei!«
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