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Kapitalstrategie

Bosch will stärker auf Robotik setzen

Foto: Marijan Murat/dpa
Blick auf den Bosch-Forschungscampus in Renningen bei Stuttgart (16.10.2025)

Berlin. Der Technologiekonzern Bosch will künftig stärker auf Automatisierung und humanoide Robotik setzen. Bosch sei »gut aufgestellt, um am Robotikwachstum zu partizipieren und zu einem Geschäft in Milliardenhöhe zu entwickeln«, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. »Mit unserem Engagement möchten wir auch den Technologiestandort Europa stärken«, erklärte Bosch-Chef Stefan Hartung anlässlich des Branchentreffs »Bosch Connected World« in Berlin.

Das Unternehmen, das in der wichtigen Autozuliefersparte angesichts des Umbruchs der Branche und wachsender Konkurrenz aus China zuletzt unter Druck geraten war, setzt zudem darauf, durch einen gezielten Einsatz von Automatisierung »die Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Werke im globalen Vergleich« zu steigern. Zudem könne so auch dem sich zuspitzenden Fachkräftemangel entgegen gewirkt werden.

Nach eigenen Angaben ist Bosch Weltmarktführer bei mikroelektromechanischen Systemen, sogenannten MEMS-Sensoren, die Robotern quasi einen Tastsinn verleihen können. »Sie sind der Schlüssel, der es Robotern ermöglicht, Objekte mit der nötigen Finesse zu handhaben«, erklärte das Unternehmen.

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Bosch verwies auf eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Yole Group. Demnach könnte der Markt für MEMS-Sensoren bis 2030 auf über 19,2 Milliarden US-Dollar (16,6 Milliarden Euro) anwachsen, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von vier Prozent.

Zugute kommen soll Bosch dabei auch das weltweite Netz von Werken der Gruppe – in Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI): »Die Verbindung aus hochmoderner Elektronik und Mechanik mit KI ermöglicht erhebliche technologische Durchbrüche in der Automatisierung und Robotik«, erklärte Geschäftsführerin Tanja Rückert. Das Fundament für die lernenden KI-Systeme soll nach Unternehmensangaben dabei ein »in der Industrie einzigartiger Datenschatz aus über 230 Bosch-Werken weltweit« bilden.

Dieser Datenschatz sei »der Rohstoff, aus dem wir die intelligenten Automatisierungslösungen der Zukunft entwickeln«, erklärte Rückert. »Unser entscheidender Wettbewerbsvorteil sind nicht die Maschinen allein, sondern die Daten unseres globalen Fertigungsverbunds.« (AFP/jW)

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Erschienen am 11.06.2026, Kapital & Arbeit

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