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Krise der Autoindustrie

Belegschaftsvertreter wollen rasche Entscheidung zu VW-Werk in Osnabrück

Foto: Friso Gentsch/dpa
Konzernemblem am VW-Werk in Osnabrück

Berlin. In der Debatte um die Zukunft des Volkswagen-Werks in Osnabrück fordern ⁠Vertreter der Belegschaft eine rasche Entscheidung. Aus dem Werk ⁠seien viele Ideen für eine Nutzung über 2027 hinaus hervorgegangen, sagte Betriebsratsvorsitzender Jürgen Placke am Mittwoch nach einer Betriebsversammlung. »Die Belegschaft steht hier ‌fest zusammen, und sie erwartet, dass der Vorstand jetzt zügig eine echte Perspektive für ‌alle Beschäftigten liefert«, erklärte Placke. Volkswagen stehe in der Verantwortung, eine Anschlussperspektive für den Standort zu finden. »Und die muss jetzt auch ⁠zügig kommen.« Ziel müsse eine wirtschaftliche ‌Zukunftssicherung und eine nachhaltige Lösung für alle Beschäftigten sein, forderte der Betriebsratsvorsitzende.

In dem Volkswagen-Werk in Osnabrück ​läuft derzeit das Modell T-Roc Cabrio vom Band. Ende 2024 hatte Europas größter Autokonzern im Rahmen seines Sparprogramms beschlossen, die Fertigung im kommenden Jahr auslaufen zu lassen. Danach ist die ‌Zukunft der Fabrik mit 2.300 Mitarbeitern offen. Volkswagen lehnte eine Stellungnahme zu den Forderungen des Betriebsrates ab.

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VW-Chef Oliver ‌Blume hatte zuletzt ⁠erklärt, ⁠der Autobauer sei in konstruktiven Gesprächen mit Unternehmen aus der Rüstungsindustrie. Eine Lösung hatte er bis ⁠Jahresende in Aussicht gestellt. Insidern zufolge ist der ‌israelische »Iron Dome«-Hersteller Rafael an dem Werk interessiert, um dort etwa Fahrzeuge oder ⁠Startvorrichtungen zu bauen. Ein Rafael-Sprecher äußerte sich nicht zu dem Thema. Zeitweise hatte auch Rheinmetall Interesse, der Düsseldorfer Rüstungskonzern winkte jedoch im März ‌ab. (Reuters/jW)

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Erschienen am 11.06.2026, Kapital & Arbeit

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