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DVRK

Chinas Staatschef sichert Pjöngjang Unterstützung zu

Foto: Yan Yan/XinHua/dpa
Enge Verbündete: Schon im Koreakrieg kämpften China und die DVRK Seite an Seite (Pjöngjang, 8.6.2026)

Pjöngjang. Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat seinem nordkoreanischen Amtkollegen Kim Jong Un bei seinem Staatsbesuch in Pjöngjang am Montag Unterstützung zugesichert. »Egal, wie sich die internationale Lage verändert«, China werde an der traditionellen Freundschaft festhalten und Kim bei der Führung des sozialistischen Kurses der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) unterstützen, sagte Xi nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bei den Gesprächen in Pjöngjang. Zudem stellte der 72jährige eine engere Zusammenarbeit in Bereichen wie Wirtschaft, Handel und Wissenschaft in Aussicht. Kim bezeichnete die Beziehungen beider Länder laut Xinhua als »unzerbrechlich«.

Herzlicher Empfang

Auf von Xinhua verbreiteten Aufnahmen war zuvor zu sehen, wie das Flugzeug des chinesischen Staatschefs in Pjöngjang ankam. Kim und dessen Frau Ri Sol Ju empfingen Xi und seine Frau Peng Liyuan, wie Xinhua weiter berichtete. Nachdem der chinesische Präsident die Treppe vom Flugzeug hinuntergegangen sei, habe Kim ihm herzlich die Hand geschüttelt, gefolgt von einer großen Willkommenszeremonie auf dem Kim-Il-Sung-Platz, der Tausende Personen beiwohnten – darunter auch Dutzende Kinder, die den Staatschefs zujubelten. Begleitet von einer Motorradeskorte, fuhr der chinesische Autokonvoi zudem durch den Triumphbogen der Hauptstadt.

Es ist der erste Besuch des chinesischen Staatschefs im Nachbarland seit rund sieben Jahren. Kurz vor seinem Besuch sprach Xi in einem Beitrag für die nordkoreanische Parteizeitung Rodong Sinmun von »neuen Entwicklungschancen« für die beiden Nachbarländer. Zugleich wendet sich der chinesische Parteichef gegen »Hegemonismus und Machtpolitik« – Formulierungen, mit denen Beijing häufig auf die USA zielt, ohne sie in diesem Zusammenhang ausdrücklich zu nennen.

Keine nukleare Abrüstung

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Am Vortag des Staatsbesuchs hatte Pjöngjang erneut diplomatischen Bemühungen für eine nukleare Abrüstung der DVRK eine klare Absage erteilt. So bezeichnete Kim Yo Jong, die Vizedirektorin der Informationsabteilung des ZK der Arbeiterpartei und Kim Jong Uns, den Status der DVRK als Nuklearwaffenstaat als »unumkehrbare Realität – unabhängig davon, ob andere ihn anerkennen oder nicht«.

Zuletzt hatte die DVRK ihre Beziehungen zu Russland deutlich ausgebaut. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat Pjöngjang nicht nur große Mengen an Munition und Artilleriegeschossen nach Moskau geliefert, sondern zudem bis zu 15.000 Soldaten zur Unterstützung der russischen Streitkräfte entsandt.

China wichtigster Verbündeter

China dürfte nun daran interessiert sein, den traditionellen Verbündeten DVRK wieder stärker an sich zu binden. Auch aus nordkoreanischer Sicht würde eine Annäherung Sinn ergeben: Pjöngjang hat bereits zu Zeiten des Kalten Kriegs stets die Beziehungen zu seinen beiden wichtigsten Partnern, China und Russland, geschickt für wirtschaftliche und politische Vorteile nutzen können.

China gilt als wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner der DVRK. Zudem ist die Volksrepublik Pjöngjangs einziger formeller Bündnispartner auf Grundlage eines gegenseitigen Beistandsvertrags. Die beiden Staaten hatten während des Koreakriegs 1950–53 Seite an Seite gekämpft. (dpa/jW)

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Erschienen am 09.06.2026, Ausland

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