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WM und Politik

Iranische Fußballer erinnern bei Anreise an getötete Kinder

Foto: Gregory Bull/AP/dpa
Ankunft der iranischen Spieler in Tijuana

Tijuana/Teheran. Iranische Fußball-Nationalspieler haben auf dem Weg zum WM-Trainingsquartier bei der Ankunft in Mexiko mit Ansteckpins an Kinder erinnert, die bei Angriffen der USA und Israels getötet wurden. Als die Spieler und Funktionäre aus dem Flugzeug stiegen, trugen sie auf ihren Sakkos Anstecknadeln mit der Zahl »168«. Damit spielten sie auf die 168 Menschen an, die bei einem Bombenangriff auf eine Mädchenschule im Süden Irans am 28. Februar ums Leben kamen, darunter zahlreiche Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren sowie viele Lehrerinnen und Eltern.

Zudem kritisierte der iranische Fußballverband bei der Ankunft weiter die Verweigerung von Einreisevisa für seine Funktionäre durch die US-Behörden. Insgesamt 15 Funktionäre - darunter auch Verbandschef Mehdi Tadsch - hätten bislang kein Visum für die Einreise in die USA zur am Donnerstag beginnenden Fußball-WM erhalten, sagte der Botschafter Abolfazl Pasandideh.

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Mannschaftskapitän Ehsan Hajsafi kritisierte nicht nur die USA, sondern auch die FIFA als WM-Organisator. Die Menschen, die bisher kein Visum erhalten haben, seien für die Mannschaft enorm wichtig, sagte er nach der Ankunft in Tijuana. »Ich erwarte von der FIFA, dass sie dieses Problem in den kommenden Tagen lösen wird«, so der 36 Jahre alte Verteidiger, der zwischen 2015 und 2016 beim FSV Frankfurt unter Vertrag stand. Die Mannschaft muss nach Angaben des Botschafters zudem unmittelbar nach jedem ihrer drei Spiele in Los Angeles und Seattle die USA wieder verlassen und nach Tijuana zurückkehren. (dpa/jW)

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Erschienen am 09.06.2026, Ausland

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