Zum Inhalt der Seite

Streik für Tarifvertrag bei Unionhilfswerk

Berlin. Rund 120 Beschäftigte aus 13 Einrichtungen der Unionhilfswerk Sozialeinrichtungen gGmbH legten Anfang der Woche die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaften GEW Berlin und Verdi mitteilten. Seit Jahren verweigert die Geschäftsführung den Abschluss eines Tarifvertrags für die Beschäftigten beim Unionhilfswerk (UHW). An den Verhandlungen über einen Flächentarifvertrag im Jahr 2024 hatte sich das UHW zunächst beteiligt, stieg jedoch kurz vor einem möglichen Abschluss aus.

Mit dem einseitigen Ausstieg aus den Tarifverhandlungen hätten die »Arbeitgeberinnen« erneut deutlich gemacht, »dass sie nicht bereit sind, Entgelte auf Augenhöhe mit den Gewerkschaften verbindlich in einem Tarifvertrag zu regeln«. Statt dessen setzten sie weiter darauf, »Fragen des Entgeltsystems mit dem Betriebsrat zu besprechen und die konkrete Entgelthöhe einseitig als Arbeitgeberinnen festzulegen. Dazu gehörte auch der Versuch, den Warnstreik kurzfristig per einstweiliger Verfügung durch das Arbeitsgericht untersagen zu lassen. Der ist am Freitag gescheitert«, heißt es bei Verdi.

Anzeige

»Während andere große Träger der sozialen Arbeit längst Tarifverträge mit den Gewerkschaften abgeschlossen haben, um gute Arbeits- und Einkommensbedingungen langfristig zu sichern, entwickelt sich das Unionshilfswerk zunehmend zum tarifpolitischen Problembär in Berlin. Damit muss Schluss sein«, erklärte Ivo Garbe am Montag. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 11.06.2026, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »ausbildung« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.