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Lateinamerika

Linker und Rechte bei Stichwahl in Peru gleichauf

Lima. Der Sieger der Stichwahl um das Präsidentenamt vom Sonntag in Peru war am Montag bis Redaktionsschluss noch nicht ermittelt. Nach Angaben des Nationalen Amtes für Wahlprozesse (ONPE) in Lima lagen die rechte Kandidatin Keiko Fujimori und der Linke Roberto Sánchez nach Auszählung von circa 93 Prozent aller abgegebenen Stimmen fast gleichauf, wie der Fernsehsender Telesur berichtete. Auf Fujimori entfielen demnach 50,09 Prozent der Stimmen, verglichen mit 49,92 Prozent für Sánchez. Der Unterschied betrug 32.000 Voten. Bis dahin stammten die ausgezählten Stimmen aber vorwiegend aus der Hauptstadt und anderen städtischen Zentren – Hochburgen der Diktatorentochter Fujimori, die zum vierten Mal für das höchste Staatsamt kandidiert. Sánchez hingegen erhält mehr Zuspruch in ländlichen Gebieten, aus denen die Stimmen üblicherweise erst ganz zum Schluss einlaufen. Nachwahlbefragungen hatten ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen bestätigt. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen 2021 hatte sich der linke Kandidat Pedro Castillo am Ende mit nur 40.000 Stimmen Vorsprung gegen Fujimori durchgesetzt. Allerdings wurde Castillo schon Ende 2022 von rechten Widersachern mit Mitteln der sogenannten Lawfare gestürzt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.06.2026, Seite 6, Ausland

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