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Medienökonomie

Auf viele Schultern verteilen

Die ökonomische Bedeutung von Abonnements: Erscheinen der jW sichern

Von Verlag, Redaktion und Genossenschaft der Tageszeitung junge Welt
Foto: junge Welt
Die tägliche Berichterstattung wird von vielen sichergestellt – auch und gerade während der Rosa-Luxemburg-Konferenz (10.1.2026)

Der Journalismus gehört nach marxistischer Theorie klar zum Überbau der Gesellschaft, doch auch dieser benötigt eine materielle Grundlage. Erstellung, Verbreitung und Bewerbung einer Tageszeitung wie der jungen Welt kosten Geld, das zuvor erwirtschaftet werden will. Wenn die Berichterstattung gesellschaftskritisch – und unabhängig von finanzkräftigen Akteuren – sein will, muss das Projekt leserfinanziert sein. Einerseits sichert unsere Genossenschaft der Leserinnen und Leser, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (LPG junge Welt eG) dauerhaft und langfristig die Arbeit ab.

Andererseits fallen täglich, wöchentlich und monatlich Kosten an, die in ebendiesen Abständen gedeckt werden müssen. Sosehr es politisch geboten ist, die täglichen Analysen einem möglichst großen Publikum zur Verfügung zu stellen, ist die Finanzierung ebenso notwendig. Darum kostet die Zeitung am Kiosk montags bis freitags 2,50 Euro und am Wochenende 3,20 Euro; sie ist damit eines der günstigsten Presseerzeugnisse der BRD. Abgesehen vom Papier und der Tinte hat der Inhalt der Zeitung einen Wert: für jede Leserin, jeden Leser als Information in einer zunehmend einheitlichen Presselandschaft; als Ergebnis journalistischer Arbeit: Recherche, Bildauswahl, Textkomposition.

Wenn Sie die Inhalte der Tageszeitung junge Welt nutzen, weil Sie von den Berichten und Ansichten einen Nutzen haben, dann zeigen Sie das bitte durch eine finanzielle Unterstützung. Am besten, weil planbar, sind Abonnements. Diese kommen regelmäßig rein und können für regelmäßige Ausgaben verwendet werden. Je mehr Schultern eine Zeitung tragen, desto stabiler kann der Preis gehalten werden. Auch wir wollen die gelegentlich – auch bei uns – nötigen Preiserhöhungen möglichst niedrig kalkulieren, was wahrscheinlicher wird, je mehr sich beteiligen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2026, Seite 16, Aktion

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