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11.05.2026
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Durchbruch
Nachwuchsboxer Arminius Rolle: Fünfter Triumph mit 15
Locker wirkt er – fast schon aufreizend lässig: Arminius Rolle beim Walk-in zum Song »Ohne dich schlaf’ ich heut nacht nicht ein« der Popkapelle Münchener Freiheit. Es ist Sonnabend abend in Halle (Saale), im zur Boxarena umgebauten Eisdom.
Deutschlands jüngster Profiboxer steht mit 15 Jahren vor seinem fünften Fight. Vor den Fäusten hat der Gymnasiast Amiran Abuladze aus Georgien. Der ist fast doppelt so alt und viel erfahrener. Ein echter Härtetest, ein echter Prüfstein für den Jungspund aus Berlin-Neukölln – im Weltergewicht (bis 66,6 Kilogramm) über sechs Runden.
Nach dem ersten Gong das erste Signal von Abuladze an den Teen: bogenförmige Schläge über die Deckung, klassische Overhands. Attacken, als wolle der Georgier sagen: »Hey, Bengel, das wird für dich heute kein Selbstläufer wie in den vier Kämpfen zuvor.« Rundenpause. In Arminius’ Ecke ist Trainer und Vater Robert Rolle. Kamera und Mikro sind auf das Duo gerichtet. »Er hat harte Hände«, sagt der Sohn. Der Vater bestätigt das – aber: »Du kriegst ihn über die Kondition, hundertprozentig.«
Stimmt. Mitte der zweiten Runde explodiert Arminius am Mann: Eine satte Schlagkombination zum Körper zwingt Abuladze in die Knie. Der wütet vereinzelt zurück – Schläge ins Leere, Luftlöcher. Der Rolle-Spross bleibt cool, behält die Übersicht, schickt sein Gegenüber noch vor dem Pausengong zwei weitere Male auf die Bretter. Runde drei: Das Toptalent erhöht abermals die Schlagfrequenz, stellt seinen Gegner an den Seilen, ballert, feuert, trifft. Abuladze ist inaktiv, verteidigungsunfähig. Der Ringrichter greift ein, bricht den Fight ab – technischer Knockout für den jungen Überflieger.
Boxkenner wissen: Das war Arminius’ Durchbruch – vergleichbar mit dem der Münchener Popper, als ihr Song »Ohne dich« einst die Charts eroberte.
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