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Panamakanal: Erklärung gegen China

Panama-Stadt. Bolivien, Costa Rica, Guyana, Paraguay sowie Trinidad und Tobago haben sich im geopolitischen Ringen um den Panamakanal auf die Seite der USA geschlagen. Am Dienstag (Ortszeit) unterstellten diese Staaten China in einer gemeinsamen Erklärung, ihre Souveränität vermittels Politisierung des Seehandels zu verletzen. Nachdem Panamas Oberster Gerichtshof im Januar auf Druck der US-Regierung hin Nutzungsverträge des in Hongkong ansässigen Konzerns CK Hutchison für die Hafenterminals Balboa und Cristóbal annulliert hatte, wurden in China vermehrt Schiffe unter panamaischer Flagge für Inspektionen festgesetzt. Letztere seien »gezielter wirtschaftlicher Druck«, den man »mit großer Wachsamkeit« beobachte, heißt es in der Erklärung. Der Kanal sei »eine tragende Säule unseres Seehandelssystems« und müsse »frei von ungerechtfertigtem Druck von außen bleiben«. So beanspruchen die USA und ihre Verbündeten implizit regionale Hegemonie. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.04.2026, Seite 8, Kapital & Arbeit

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