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111. Erinnerungstag

Armenien: Erinnerung an Genozid

Jerewan. Am Freitag haben Armenier auf der ganzen Welt den 111. Gedenktag für die Opfer des Völkermords an ihren Vorfahren im Ersten Weltkrieg begangen. Schon am Vorabend führte ein Fackelzug vom Platz der Republik in der armenischen Hauptstadt Jerewan zur Gedenkstätte Zizernakaberd, wie Africa News berichtete. Ähnliche Veranstaltungen fanden unter anderem in London, Paris und Los Angeles statt. Die systematische Ermordung von mehr als 1,5 Millionen Armeniern wurde ab 1915 während des Ersten Weltkriegs von der Regierung der Jungtürken in verschiedenen Regionen des Osmanischen Reiches verübt. Die Überlebenden wurden entweder gezwungen, zum Islam zu konvertieren, ins Exil geschickt oder suchten Zuflucht in anderen Ländern. Die erste Phase des Völkermords begann am 24. April 1915 mit der Verhaftung von mehreren hundert armenischen Intellektuellen und Angehörigen der nationalen Elite (hauptsächlich in der osmanischen Hauptstadt Konstantinopel) und ihrer anschließenden Ermordung. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.04.2026, Seite 6, Ausland

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