AfD debattiert über Orbán-Niederlage
Berlin. Nach der Wahlniederlage der Fidesz-Partei am Sonntag in Ungarn sind die Reaktionen aus der AfD verhalten. Koparteichefin Alice Weidel, die ein enges Verhältnis zu Orban pflegte und von ihm kurz vor der Bundestagswahl 2025 in Budapest fast wie ein Staatsgast empfangen worden war, schrieb erst am Nachmittag nach dem Wahltag bei X: »Herzlichen Glückwunsch an die Partei Tisza zum Wahlsieg in Ungarn. Vielen herzlichen Dank an Viktor Orbán. Die Leistungen für sein Heimatland und seine Verdienste um Europa bleiben uns Ansporn, weiter für einen Kontinent der souveränen Nationen einzutreten.« Andere AfD-Politiker gaben ihrer Enttäuschung über das Ergebnis Ausdruck; dabei wird auch diskutiert, ob Orban seine herausgestellte Nähe zu Trump und Netanjahu zum Verhängnis geworden sein könnte. Benedikt Kaiser, rechter »Vordenker« im AfD-Umfeld, schrieb bei X, eine in der polnischen Rechten diskutierte These werde relevanter: »Die freiwillige Selbstbindung an einen harten Trumpismus schadet der jeweils heimischen Rechten bei den Wählern kolossal.« (dpa/jW)
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