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US-Truppen in Deutschland: Storch widerspricht Chrupalla

Foto: Kay Nietfeld/dpa
Drei, die nichts gegen die US-Truppenpräsenz in Deutschland haben: Johann Wadephul, Friedrich Merz und Beatrix von Storch (Berlin, 5.12.2025)

Berlin. In der AfD gibt es Differenzen ⁠über die Frage, ob ⁠US-Soldaten Deutschland verlassen sollten. Nachdem AfD-Kochef Tino Chrupalla am Wochenende einen Abzug der US-Truppen gefordert hatte, warnte nun ‌die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch gegenüber Politico davor, dass »Deutschland ‌ohne den nuklearen Schutzschirm der Amerikaner über keine eigene nukleare Abschreckung ⁠verfügt«. Ohne eine enge Abstimmung ‌mit den Verbündeten und eine vollumfängliche Verteidigungsfähigkeit sei Deutschland Angriffen von ​außen »schutzlos« ausgeliefert.

In der AfD gibt es eine starke transatlantisch orientierte Strömung, der unter anderem Storch, der verteidigungspolitische Sprecher Rüdiger Lucassen und der ‌außenpolitische Sprecher Markus Frohnmaier zuzurechnen sind. Zwar habe das Grundsatzprogramm der AfD »den ⁠Abzug aller ausländischen Truppen aus Deutschland zum Ziel«, sagte Storch nun. Voraussetzung sei aber, dass Deutschland sich selbst verteidigen und seine Bündnispflichten innerhalb ‌der NATO erfüllen könne. Sie sprach sich in diesem Zusammenhang auch für die Wiedereinsetzung der allgemeinen Wehrpflicht aus. (Reuters/jW)

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Erschienen am 02.04.2026, Inland

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