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Italien

Zwei Tote nach Explosion in Rom

Foto: Italienische Feuerwehr/dpa-Bildfunk
Sollte ein Anschlag auf die Bahn verübt werden? Zuerst hatte die Explosion niemand bemerkt (Rom, 20.3.2026)

Rom. Bei einer Explosion in einem leerstehenden Gebäude nahe einer Hochgeschwindigkeitsstrecke der italienischen Eisenbahn sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Leichen wurden in einem Park im Süden der Hauptstadt Rom entdeckt, wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte. Spekuliert wird, dass die Frau und der Mann beim Versuch starben, eine Bombe zu bauen. Der Staatsschutz ermittelt.

Durch die Explosion, die sich vermutlich am Donnerstag abend ereignete, wurde das Gebäude im sogenannten Park der Aquädukte (Parco degli Acquedotti) schwer beschädigt. Der Schaden wurde jedoch erst am Vormittag von einem Spaziergänger entdeckt. Zunächst wurde vermutet, dass es sich bei den beiden Todesopfern um Obdachlose handelte. Erst nach und nach stellte sich heraus, dass sie offensichtlich Verbindungen zu linken Gruppen hatten. Von den Ermittlern gab es dazu aber zunächst keine offizielle Stellungnahme.

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In unmittelbarer Nähe des Fundortes verläuft die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Rom nach Neapel. In den vergangenen Wochen hatte es rund um die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo mehrere Anschläge auf das italienische Eisenbahnnetz geben. Die Ermittler stellten nach Medienberichten Gegenstände und Materialien sicher, die zum Bau eines Sprengsatzes verwendet werden können. Dem getöteten Mann sei durch die Explosion eine Hand weggerissen worden, hieß es. (dpa/jW)

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Erschienen am 21.03.2026, Ausland

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